Kurzarbeitergeld / Arbeitsamt

Aktuell, 10.11.20:

Bis zu 24 Monate Kurzarbeitergeld

Berlin. Die von der Bundesregierung geplante verlängerte Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld in der Krise findet Zustimmung im Bundesrat. Normalerweise würden die Regelungen zum Jahresende auslaufen. Die Bezugszeit für das Kurarbeitergeld soll auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021 – dafür sprach sich am Freitag auch die Länderkammer in Berlin aus. Die Verlängerung soll für alle Betreibe mit einem Beginn der Kurzarbeit bis Ende 2020 gelten. Das Kurzarbeitergeld wird aber dem vierten Monat von 67 Prozent auf 70 Prozent des Lohns erhöht – und für Berufstätige mit Kindern auf 77 Prozent. (dpa)

Stand vor 6.11.20:

Die Agentur für Arbeit hat zum Thema Kurzarbeit eine eigene Hotline eingerichtet.

09431 200 400 (gilt auch für die Region Amberg).

Kurzarbeit ist die vorübergehende (max. 12 Monate) Regelung zur Verkürzung der Arbeitszeit und somit zur Senkung der wirtschaftlichen Belastung und Personalkosten. Die Verkürzung der Arbeitszeit ist bis auf 0 Stunden möglich und kann bei Besserung der Auftragslage einfach unterbrochen werden. Gem. bisherigen Informationen sind Minijobber vom Kurzarbeitergeld wie bisher ausgeschlossen.

Für den Fall von Betriebsschließungen oder Schwierigkeiten im Betrieb aufgrund von ausbleibenden Aufträgen, fehlenden Zulieferungen aber auch Betriebsschließungen aufgrund staatlicher Schutzmaßnahmen kann das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit greifen. Es kann auf Antrag im Einzelfall durch die jeweilige zuständige Agentur für Arbeit (zuständiger Arbeitgeberbetreuer) gewährt werden.

Geförderte qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter anstatt Kurzarbeitergeld durch die Agentur für Arbeit, ebenfalls durch Entscheidung im Einzelfall nach entsprechender Beratung.

Die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld werden erleichtert:

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungengenutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Bei Aufnahme einer Nebenbeschäftigung in einem systemrelevanten Bereich bleibt das Nebeneinkommen in der Zeit vom 01.04.2020 bis 31.10.2020 anrechnungsfrei, soweit das Entgelt aus dem Nebeneinkommen mit dem verbliebenen Ist-Entgelt das Soll-Entgelt nicht übersteigt.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit.

Hier der Link zu Informationen zum Kurzarbeitergeld auf der Homepage der Agentur für Arbeit :

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-arbeitgeber-unternehmen

Zu dieser Seite gelangt man auch direkt über die Homepage www.arbeitsagentur.de (à Unternehmen à Finanzielle Hilfen und Unterstützung à Kurzarbeitergeld) der Agentur für Arbeit.

Ergänzend gibt es auch das Merkblatt für Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld, das ebenfalls im Internet hinterlegt ist (unter Downloads).

Wichtig:

Bei Anzeige des KUG (vgl. Anlage), muss der Vordruck „Prüfungsgespräch“ sowie die Einverständniserklärung in jedem Falle vor Beginn einer geplanten Kurzarbeit an die Agentur für Arbeit gesendet werden. Dies kann per E-Mail an Nuernberg.032-OS@arbeitsagentur.de, per Telefax 0911/529-5132 oder auf dem Postweg erfolgen. Die Kolleginnen und Kollegen von der Bearbeitungsstelle für Kurzarbeitergeld werden sich nach Eingang der KUG-Anzeige beim jeweiligen Arbeitgeber melden. Wegen der vielen KUG-Anzeigen bitte ich aber ggf. um etwas Geduld.

Diese drei Wege sind derzeit der sicherste Weg um eine rechtzeitige Antragstellung zu garantiert. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Online-Beantragung von KUG. Wegen der hohen Frequentierung führt dies aber bereits jetzt zu einer Überlastung des Systems, so dass dieser Weg nicht zu empfehlen ist.

Bei Fragen kann sich jeder Betrieb gerne bei der Agentur für Arbeit melden. Falls ein Betrieb seinen persönlichen Ansprechpartner nicht kennen sollte, kann er sich über folgende Service-Rufnummer an den regionalen Arbeitgeber-Service wenden:

  • 0800 4 5555 20 (Gebührenfrei)

Grundsicherung

Hinweise zur Grundsicherung für Selbstständige finden Sie hier.